Companies House Britisches Handelsregister

COMPANIES HOUSE ist Teil einer britischen Regierungsbehörde.

Das britische Handelsregister ist eine Exekutivagentur (executive agency) des Ministeriums für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie (Department for Business, Energy & Industrial Strategy). Im Oktober 1991 wurde die Tätigkeit als Handelsfonds (Trading Fund) aufgenommen. Seitdem finanziert sich Companies House durch Gebühreneinnahmen selbst1.

Um die drei Millionen Unternehmen sind hier registriert und mehr als 400.000 Gesellschaften werden jährlich gegründet, oder gelöscht. Die Hauptfunktionen sind die Gründung und Löschung von Gesellschaften, die Vorhaltung, Abänderung von Firmendaten und die Veröffentlichung dieser Informationen. Bereits seit 1844 werden im Vereinigten Königreich Firmen registriert.

Landkarte United Kingdom
United Kingdom

Vereinigtes Königreich

Companies House Cardiff

ist zuständig für Unternehmen die in England oder Wales gegründet wurden. Diese Gesellschaften unterliegen englischem Recht. Die Londoner Filiale in der Abbey Orchard Street bietet nur die Möglichkeit Dokumente abzuholen, oder einzusehen.


Companies House Edinburgh

behandelt Unternehmen die in Schottland gegründet wurden. Diese Gesellschaften unterliegen schottischem Recht.


In Belfast

unterhält Companies House eine Außenstelle für in Nordirland gegründete Unternehmen.

Gesellschaftsformen

Es gibt viele verschiedene Arten von Unternehmen. Bekannt und weitverbreitet sind:

  • Private company limited by shares (Ltd, Limited),
    mit beschränkter Haftung durch Aktien
  • Private company limited by guarantee,
    mit beschränkter Haftung durch Bürgschaft,
    kann gemeinnützig sein
  • Public limited company (PLC), Aktiengesellschaft
  • Limited liability partnership (LLP), Kommanditgesellschaft
  • Limited partnership (LP), Kommanditgesellschaft
  • Societas Europaea (SE)
  • Charitable incorporated organisation (CIO),
    gemeinnützige Organisation mit beschränkter Haftung

siehe auch: Europäische Gesellschaftsformen

Britisches Gesellschaftsrecht

Die aktuelle Fassung ist der COMPANIES ACT 2006. Der COMPANIES ACT 2006 ist ein Gesetz des Parlaments des Vereinigten Königreichs und bildet die Hauptquelle des britischen Gesellschaftsrechts. Die vollständige Inkraftsetzung erfolgte am 1. Oktober 2009.

Eine Gesellschaft muss auf Geschäftsbrief, Rechnung und Website den Landesteil des Vereinigten Königreichs angeben in dem sie gegründet wurde.
Beispiel: Registered in England and Wales

Unterschiede zu Deutschland

In Deutschland existieren 152 Registergerichte, die bei den Amtsgerichten angesiedelt sind (Stand 30.06.2016). Die regionale Verteilung ist viel stärker.


1 Companies House ist seit 1991 ein Handelsfonds (Trading Fund). Dieser Status ermöglicht seine eigenen Einnahmen und Ausgaben getrennt von den gesamten Staatsfinanzen, ähnlich wie ein Unternehmen, zu verwalten. Im Gegensatz zu einer Finanzierung durch den Gesetzgeber und der Rückführung von Einnahmen in die Staatskasse.